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Systemische Familienaufstellung – Was ist das eigentlich?

Gepostet von am Februar 24, 2011 in Blog, Education | Keine Kommentare

Die individuellen, persönlichen Fragestellungen wurden von verschiedenen Richtungen der Psychologie vermehrt auch aus dem Umfeld der Familie betrachtet. Die Arbeit mit Familien-Skulpturen bzw. mit Familienkonstellationen geht auf die Arbeiten von Virginia Satir zurück. Auch viele andere Berater und Beraterinnen bedienen sich dieses Werkzeugs immer mehr, um deutliche Veränderungen für die Teilnehmer in Seminaren und Beratungen zu erreichen. Dabei stellt die Arbeit mit Familienkonstellationen, wie sie von Bert Hellinger entwickelt worden ist, eine Erweiterung der bisherigen Konzeption von systemischer Familientherapie dar. In diesem System wurden Techniken entwickelt, um systemische Verstrickungen aufzulösen, die mit den bisher bekannten Therapiemethoden nur schwer oder gar nicht aufzulösen waren.

Eine gute Einführung in das Thema Familienaufstellung gibt dieses Video (englisch):

Systemische Familienaufstellungen können dann hilfreich sein, wenn sich eine Person z. B. folgende Fragen stellt:

  • Was behinderte mich bisher, schon jetzt den Erfolg in meinem Leben zu haben, den ich mir wünsche?
  • Darf ich ein glückliches und zufriedenes Leben führen?
  • Wie finde ich zu meiner persönlichen Lebensfreude und Energie?
  • Wie bekomme ich Klarheit über mich und meine Rolle im Familiensystem?

Im Folgenden wird kurz beschrieben, wie man sich eine systemische Familienaufstellung vorstellen kann:

Der Teilnehmer oder die Teilnehmerin findet zuerst eine klar definierte Fragestellung heraus, die er/sie an seine/ihre Familie stellen will. Dann wählt er/sie aus der Gruppe der Anwesenden Stellvertreter für jedes Familienmitglied aus: Vater, Mutter, Geschwister, sich selbst, eventuell Großmutter, Großvater, Tanten und Onkel. Nun stellt der Teilnehmer diese Personen im Raum auf, so daß die äußere Konstellation seinem inneren Bild seiner Familie (Sippe) entspricht (orientiert an der vorher gefundenen Fragestellung).

In der so gefundenen Aufstellung werden dann verschiedene Techniken angewandt, um die vorhandenen Blockaden aufzulösen und den Teilnehmer darin zu unterstützen, z.B. mehr Verantwortung und Freiheit für das eigene Leben zu übernehmen.
Die Vorannahme der systemischen Familienaufstellungen besteht darin, daß das Kind, das in eine Familie hineingeboren wird, unbewußt in die ungelösten Probleme des Systems verstrickt wird und sie dann als erwachsener Mensch genau so unbewußt ausdrückt. Die Symptome, die man beobachten kann, lassen sich bei systemischen Verstrickungen nicht auf individuelle, traumatisierende Lebenserfahrungen zurückführen, sondern lassen sich nur aus der gestörten Ordnung des Familiensystems erklären.

Bei dieser Arbeit ist es immer wieder überraschend und unerklärlich, wie genau die Personen in der Aufstellung die Dynamik des aufgestellten Systems reproduzieren. Zum Schluß wird der Klient dann an seinen Platz in die Aufstellung gestellt, so daß er die „richtige Ordnung“ sehen und spüren kann. Diese Erfahrung wirkt heilend.

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